Aids-Geschichte ins Museum!

HIV und Aids prägen seit den frühen 1980er Jahren bis heute viele gesellschaftliche Bereiche wie Sexualität, Arzt-Patientenverhältnis, Verständnis von Selbsthilfe, Präventionsansätze, Drogenpolitik, Trauerkultur, Hospizbewegung und die Public Health Wissenschaft. Der Umgang damit war und ist mit heftigen Emotionen wie Ohnmacht, Wut, Trauer, Panik, Hass, Solidarität und Liebe verbunden. Gefühle, die auch eine künstlerische wie literarischer Auseinandersetzung auslösten. Erstmalig im Gesundheitswesen entstand eine Aktivistenszene und eine Selbsthilfebewegung, die sich über die Krankheitsbewältigung hinaus in der Prävention und für einen weltweiten Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten engagiert. Bis heute ist es außerdem ein Anliegen der AktivistInnen, gegen Diskriminierung und Stigmatisierung vorzugehen und für ein positives Leben einzutreten.

Die unterschiedlichen Prozesse und Entwicklungen haben eine Vielzahl an Dokumenten, Werken und Gegenständen hervorgebracht, deren Archivierung wichtig ist, um eine bewegungseigene Reflektion zu ermöglichen, aber auch um HistorikerInnen, SoziologInnen, JournalistInnen und KulturwissenschaftlerInnen heute und zukünftig eine Grundlage für eine differenzierte Betrachtungsweise zu verschaffen. Bedauerlicherweise sind inzwischen viele Materialien verloren gegangen, da die Möglichkeiten und Orte der Erhaltung rar und wenig bekannt waren und sind.

Durch die Archivierung Ihrer Dokumente, Gegenstände, Werke und Materialien können:

  • Geschichten positiven Lebens erzählt werden
  • Wissenschaftliche Forschungen vorangebracht werden
  • Unsere Auseinandersetzungen mit unserer Geschichte und mit anderen Teilen der Bewegung lebendig bleiben
  • Vorhandene Gewissheiten hinterfragt und neue Einsichten über die Vergangenheit gewonnen werden
  • Jetzige und zukünftige Situationen besser eingeschätzt und neue Handlungsoptionen entwickelt werden